Amazon öffnet Pop-Up-Store für Mode in London

Mit den nur für kurze Zeit geöffneten Pop-up-Stores wollen Marken und Händler meist Aufmerksamkeit auf ein neues Konzept oder Produkt lenken. Auch Amazon versucht dies mit einem Geschäft in London. Das Ziel hier: Mode.

In den USA betreibt Amazon inzwischen hunderte von Geschäften, in denen Verbraucher Güter des täglichen Bedarfs, Bücher oder Elektronik kaufen können. Mode war bisher kaum dabei. In London ändert der Konzern dies, wenn auch nur für kurze Zeit. In einem Geschäft, das nur eine Woche lang geöffnet hat, finden Kunden Hemden, Kleider, Schuhe und Accessoires. Für den Online-Riesen ist dies der Bereich, in dem er derzeit seinen größten Schwachpunkt sieht. So waren 2015 Modeartikel nur für fünf Prozent des Gesamtumsatzes von Amazon verantwortlich. 2020 soll der Bereich 14 Prozent ausmachen. Um dieses selbstgesteckte Ziel zu erreichen, baut das Unternehmen nicht nur sein Angebot massiv aus. Mit Aktionen wie der in London versucht er auch, zusätzliche Aufmerksamkeit auf sein Sortiment zu lenken.

Versuchslabor

Amazon setzt in London auf Events, um Kunden anzulocken: Eine Anpassung von Jeans mit der Marke Pepe Jeans, eine Diskussion von Beauty-Trends mit der „Vogue“, Yoga-Sessions und auch Live-Musik mit diversen Interpreten. Die Auslage im Geschäft ändert sich jeden zweiten Tag, dabei werden Eigenmarken mit bekannten Größen wie Calvin Klein gemischt.

Mit Technik hält sich Amazon in dem Pop-up-Store in der Baker Street zurück. Der deutlichste Unterschied zu anderen Modeläden sind QR-Codes an den Kleidungsstücken. Scannt ein Nutzer diese mit seinem Smartphone, kann er die Artikel über seine Amazon-App online bestellen. Alternativ haben die Kunden die Möglichkeit, über im Laden verteilte Tablets im Internet zu ordern.

2018-10-31T14:35:04+00:00