Amazon und Walmart expandieren Lebensmittel-Lieferdienste

Die E-Food-Branche in den USA wächst weiter: Amazon und Walmart, die beiden großen Konkurrenten in der amerikanischen Handelswelt, haben zeitgleich eine Ausweitung ihrer entsprechenden Dienste angekündigt.

Amazon hat angekündigt seinen Lebensmittellieferdienst auf weitere Städte in den US-Bundesstaaten New York und Florida auszuweiten. Mit dabei sind dieses Mal auch New York City und Miami. Das Unternehmen organisiert einen Teil seines E-Food-Geschäftes über die im Juni 2017 übernommene Whole Foods Kette. Experten mutmaßten damals, dass die Geschäfte der in den ganzen USA vertretenen Supermarktkette als Basis für eine dichtere Versorgung des Landes per Lieferdienst dienen könnten.

Neben der Lieferung durch Whole Foods ist Amazon zudem über Amazon Prime Now und AmazonFresh im E-Food Markt aktiv, über beide Angebote kann – je nach Region – auch bei Whole und Foods und anderen Lebensmittelmärkten bestellt werden. Der Lieferdienst von Wohle Foods ist dabei aktuell in 24 amerikanischen Regionen vertreten, AmazonFresh ist global in 20 Städten und Amazon Prime Now weltweit in 50 Städten aktiv.

Fast gleichzeitig kündigte Walmart an, seine Partnerschaft mit Postmates zu stärken. Bisher arbeiteten die beiden Unternehmen schon in den Regionen Charlotte, Raleigh, Oklahoma City, Las Vegas und Tucson zusammen. Nun können Lebensmittel auch in Los Angeles und San Diego online bei Walmart bestellt werden. Der Ausbau dieser Partnerschaft erfolgte, nachdem sich Walmart von seinen bisherigen Partnern Uber und Lyft getrennt hatte. Die Partnerschaften mit Deliv und DoorDash bleiben weiter bestehen. Walmart lässt Lebensmittel in aktuell 30 Städten ausliefern, Ende des Jahres sollen 100 sein.

E-Food in Deutschland

In Deutschland ist der E-Food-Markt ebenfalls stark am Wachsen: Laut dem Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) lag sein Wachstum im 2. Quartal 2018 bei  27 Prozent. Der Online-Umsatz mit Lebensmitteln belief sich demnach auf 346 Millionen Euro, im Vorjahresquartal waren es nur 272 Millionen Euro. Neben AmazonFresh, dass hierzulande in Berlin, Hamburg und München aktiv ist, sind auch Edeka und Rewe im Markt aktiv.

2018-10-31T14:35:36+00:00