Aus Warenbewegung wird Wissen

Warenvorschubsysteme sorgen dafür, dass die Ware immer ganz vorne im Regal steht und der Kunde sie gut erreicht. Mit digitalen Lösungen können sie aber noch mehr: Umsatzeinbußen durch Out-of-Stock-Situationen verhindern.

Die Erwartungen der Shopper haben sich durch die Nutzung von E-Commerce-Angeboten geändert. Die Erfahrungen aus der Online-Welt führen zu gesteigerten Ansprüchen in stationären Geschäften. Im Vergleich mit dem Online-Kanal haben die lokalen Händler jedoch laut einer BITKOM-Studie immer noch entscheidende Vorteile: das haptische Einkaufserlebnis und die kompetente Beratung vor Ort. Demnach denken 70 Prozent der Einkäufer, dass der regionale Einzelhandel einen viel besseren Service leistet als die Onlineshops. Und für 80 Prozent sind der direkte Kontakt sowie die sofortige Verfügbarkeit der gewünschten Produkte ebenfalls ein großes Plus.

Für Frustration hingegen sorgen sogenannte Regallücken oder Out-of-Stock-Situationen, also wenn die gewünschte Ware nicht mehr im Regal liegt. Diese wurden bisher meist von Hand bearbeitet: Mitarbeiter gehen durch die Regale, nehmen die leeren oder fast leeren Stellen auf und kümmern sich um die neue Bestückung. Um die Kundenzufriedenheit hoch zu halten, werden dabei interne Ziele ausgegeben; so darf zum Beispiel nur jeder 100. Artikel fehlen.

Daten für die Analyse gewinnen

Die Stock Beacons von Neoalto digitalisieren diesen Prozess nun: Die Aufsätze für Warenvorschubsysteme registrieren jede Warenbewegung im Regal. Bei Unterschreitung eines Mindestbestands senden sie eine Warnung an den PC oder das Smartphone des Händlers. So füllen Angestellte die Regale wieder auf, bevor eine Regallücke auftritt. Das System erkennt dabei auch, ob ein Produkt entnommen oder zurückgestellt wird. Zudem haben die kleinen Geräte die Möglichkeit, über die Warenwirtschaftssysteme auch automatisch Ware nachordern und so die permanente Produktverfügbarkeit bei gleichzeitig niedrigen Lagermengen sicherstellen, und zwar dort, wo der Shopper die Ware erwartet: am POS.

Darüber hinaus lassen sich die aus den Warenbewegungen gewonnenen Daten für Marktforschung, Diebstahlerkennung und Platzierungsoptimierung nutzen. So lässt sich zum Beispiel leicht vergleichen, ob ein Promotion-Display tatsächlich den gewünschten Effekt bringt oder der Großteil der Verkäufe weiterhin vom Stammplatz der Ware kommt. Eine Analyse der Verkaufsdaten aus der Kasse gibt solche detaillierten Einblicke nicht. Zudem informiert diese neue Lösung zur Diebstahlvermeidung über ungewöhnliche Warenbewegungen. Deren genaue Zeitpunkte können mit den bestehenden Sicherheitssystemen kombiniert werden, um Ladendiebstahl effektiv zu verhindern.

Verstehen, was im Regal geschieht

Rene Bredlau (Neoalto) erklärt: „Neoalto versteht, was im Regal geschieht. Warenvorschub und Stock Beacon bilden das Rückgrat des smarten Regals und damit unserer Dienste. Die ersten Installationen liefern bereits beeindruckende Ergebnisse.“

Dem Unternehmer entstehen keine Investitionskosten für Sensorik oder Software, da sich Neoalto um die Installation und den Betrieb der notwendigen Infrastruktur kümmert: Abgerechnet werden nur die genutzten Datendienste. Auf diese kann mit jedem webfähigen Endgerät – ohne zusätzliche Installationen – zugegriffen werden.

POS Tuning, gegründet 1998, ist heute Europas größter Hersteller von Regalordnungssystemen. 185 Mitarbeiter fertigen in Bad Salzuflen Systeme für eine bessere Warenpräsentation am POS. Über die Zentrale, vier internationale Niederlassungen/Verkaufsbüros (GB, FR, E, TR) und weltweite Vertriebspartner werden Kunden aus Handel und Industrie in über 120 Ländern betreut. Mit Neoalto etabliert das Unternehmen eine eigene Business Unit für digitale Dienste. Neoalto nutzt die Warenvorschubsysteme, um aus Bewegung Wissen zu generieren. Der Shopper profitiert von einem besseren Einkaufserlebnis und der Handel von effizienteren Prozessen in der Filiale und der Logistik.

2019-03-21T14:12:49+00:00