Bitcoin im Laden: Mehr Händler öffnen sich für Kryptowährungen

Für manche gelten Kryptocoins wie der Bitcoin als die Zukunft des Geldes, andere hingegen erachten sie als nutzlos, weil man nirgends mit ihnen bezahlen könne. Doch immer mehr Geschäfte nehmen die digitalen Währungen an.

In den USA haben mit Whole Foods, Bed Bath & Beyond und Nordstrom drei große Retailer aus verschiedenen Branchen erst vor kurzem damit begonnen, Kryptowährungen in ihren Filialen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Hierzu kooperieren sie mit der mobilen Wallet-App Spedn. Um zu bezahlen, müssen Nutzer die Anwendung mit ihrem digitalen Geld – aktuell werden Bitcoin, Bitcoin Cash, Ether und Gemini unterstützt – aufladen. Im Laden scannen sie mit der Anwendung dann einen Barcode, um eine Transaktion abzuschließen. Die dabei nötige Umwandlung der Kryptowährungen in US-Dollar übernimmt das Payment-Netzwerk Flexa.

Auch andere Händler in den USA lassen sich auf Kryptocoins ein, darunter Lowe’s, Crate & Barrel, Ulta und Express. In den Niederlanden wiederum können Verbraucher in der Stadt Arnheim in über 100 Geschäften Bitcoin verwenden, darunter Cafés, Restaurants, Supermärkte und mehr. Und auch in Deutschland darf mit Bitcoin bereits bezahlt werden, unter anderem bei Microsoft, Lieferando, Mozilla oder Expedia. Hierzulande ist dies allerdings nur online möglich.

Herausforderungen der Kryptowährungen

Neben den technologischen Herausforderungen beim Akzeptieren von Kryptocoins im stationären Handel gibt es weitere Probleme. Zum einen existieren derzeit über 2.000 aktive Währungen. Die Auswahl, welche man annimmt, fällt also schwer, ebenso die Integration jedes einzelnen Kryptocoins in das eigene Bezahlsystem. Zudem gibt es inzwischen über 1.600 inaktive Bitcoin-Konkurrenten. Und wenn knapp die Hälfte der digitalen Währungen scheitert, ist es natürlich verständlich, wenn Händler erst einmal abwarten, bis sich der Markt konsolidiert. Vorreiter setzen auf die Währungen, die sich behaupten, allen voran Bitcoin.

2019-05-16T14:59:07+00:00