Der stationäre Handel braucht das Internet

49 Prozent der Deutschen vergleichen die Preise der Ladengeschäfte vor Ort mit denen im Internethandel. Bietet der stationäre Händler aber wettbewerbsfähige Preise und Lieferbedingungen, kaufen 69 Prozent dort ein.

Zu diesem Ergebnis kommt eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Markt- und Meinungsforschungs-Instituts YouGov, die Ende des Jahres 2018 im Auftrag des eco – Verband der Internetwirtschaft e.V. durchgeführt wurde. An der Studie nahmen 2.037 Personen in Deutschland zwischen dem 23.11. und 26.11.2018 online teil.

Ihr zufolge baut der stationäre Händler immer dann Vorteile in der Gunst der Verbraucher aus, wenn er Online-Funktionen in sein Angebot integriert. Die Darstellung des Warenangebots mit Preisen und Verfügbarkeit auf einer eigenen Website stellt einen Mehrwert für das Verbraucherangebot dar. Eine knappe Mehrheit der Deutschen (51 Prozent) wünscht sich, das Sortiment eines Geschäfts vor Ort auch online ansehen zu können. Nach Einschätzung der Studienautoren brauchen aussagekräftige Online-Auftritte einen komfortablen Produktkatalog und verbindliche Informationen zu Preisen und Liefermöglichkeiten, aber auch korrekte Öffnungszeiten, Anfahrt- und Parkmöglichkeiten. Auch per Chat sollten Händler Kontaktmöglichkeiten bieten.

Schnäppchenjäger zieht es ins Internet

Sparfüchse zieht es hingegen eher ins Internet. Im Online-Handel schwanken Preise gefühlt stärker, was 72 Prozent der Deutschen als Chance für Schnäppchen sehen. 81 Prozent betrachten es als Vorteil, beim Online-Einkauf die Ware binnen zweier Wochen problemlos zurückschicken zu können. Noch mehr geschätzt (von 83 Prozent der Kunden) wird nur die Möglichkeit, Preise vieler Anbieter einfach per Internet zu vergleichen. Bei der Frage, wo Kunden generell lieber einkaufen, im stationären Handel oder im Internet, hat aber der stationäre Handel die Nase vorne, denn nur 43 Prozent der Befragten gaben an, generell lieber im Internet einzukaufen.

Damit der stationäre Handel die Kunden auch in Zukunft von sich überzeugen kann, entwickeln immer mehr Händler neue Ideen, Angebote und Konzepte. Denn mit den richtigen Lösungen können nicht nur die Kunden direkt an den Geräten angesprochen werden, mit denen sie sowieso viel Zeit verbringen – ihren Handys – die Digitalisierung von Handel und Innenstadt macht aus dem Einkaufsbummel ein richtiges Erlebnis, verbessert den Service und optimiert Prozesse.

Wie weit der Markt inzwischen ist und welche Konzepte sich bewährt haben, erklärt Carsten Szameitat, Vorstandsvorsitzender des Location Based Marketing Association (LBMA) e.V., auf dem POS connect Fachkongress. Dabei wirft er einen Blick auf die 30 relevantesten Technologien für den Handel und zeigt Trends und Entwicklungen auf.

Der POS connect Fachkongress findet am 12. März im Kongresszentrum der Messe München statt. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Tickets zum Fachkongress erhalten Sie hier.

Parallel zum Fachkongress findet die POS connect Messe als Teil der INTERNET WORLD EXPO statt. Dort präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Lösungen zur Digitalisierung am Point of Sale.

2019-02-28T16:06:34+00:00