Die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Digital Signage

Mit Digital Signage – zu Deutsch: Digitaler Beschilderung – kommen Bewegung und Interaktivität an statische Plakatwände. Doch die Technologie bietet noch viele weitere Möglichkeiten, um den Handel zu modernisieren.

Der größte Vorteil der Digitalisierung von Beschilderung ist die damit einhergehende Flexibilität: Denn die Inhalte von Digital Signage können schnell und einfach angepasst werden. Anstatt neue Plakate oder Schilder aufzuhängen, ändern die Betreiber das, was gezeigt wird, durch wenige Mausklicks an einem Computer. So bringen Händler die Inhalte zum Beispiel einfach mit der Tageszeit in Einklang. Auf diese Weise werden zum Beispiel morgens Kaffee und Cerealien beworben, mittags die Angebote der Frischetheke und abends Bier oder Wein. Mit der richtigen Software lassen sich diese Wechsel auch vorab und über mehrere Tage hinweg planen.

Natürlich können auch andere Inhalte als Werbung auf den digitalen Bildschirmen angezeigt werden: Von Willkommensbotschaften im Eingangsbereich über Hinweise zu Kundenbindungsprogrammen bis hin zur Wettervorhersage und aktuellen Nachrichten wird bereits viel ausgespielt. Generell treffen die Botschaften auf hohes Interesse. In einer Studie der Posterselect GmbH aus dem Jahr 2013 fiel 82 Prozent der Befragten die digitale Werbung auf und 57 Prozent von ihnen zeigten Interesse für das beworbene Produkt oder kauften es sogar.

Eine neue Dimension durch Interaktivität

Verwendet ein Händler Touchscreens anstatt herkömmlicher Bildschirme, bieten sich ihm noch weitere neue Möglichkeiten. Denn durch sie entsteht Interaktivität, die die Kunden von ihren persönlichen Geräten wie Smartphones und Tablets kennen und erwarten. Berührt ein Kunde einen der Bildschirme, kann er – je nachdem, welche Programme verwendet werden – zusätzliche Informationen zu Produkten anfordern, nach dem Weg zu bestimmten Waren fragen oder auch auf den Onlineshop des Händlers zugreifen.

Im letzteren Fall spricht man von digitaler Regalverlängerung oder einem „Digital Shelf“. Hierzu werden gerne spezielle Geräte aufgestellt, wie zum Beispiel in einem Ständer befestigte Tablets. Auch solche Lösungen gelten noch als Digital Signage. Hinter dem Digital Shelf jedenfalls steckt die Idee, dem Kunden vor Ort die Auswahl des Webshops anbieten zu können, zum Beispiel was Farben, Größen oder auch Mengen betrifft. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass ein Kunde enttäuscht von dannen zieht, sollte ein Artikel gerade vergriffen sein. Manche Händler gestalten mit dieser Technologie ihre Filiale zu einem Showroom um, in dem die Kunden Waren anfassen, ausprobieren sowie testen und anschließend über den Shop bestellen.

Sensoren im Einsatz

Die neueste Generation von Digital Signage-Lösungen geht inzwischen sogar noch weiter. Der Einsatz von Kameras, Bluetooth, Mikrofonen und anderen Sensoren erhöht die Interaktivität. So sieht der Kunde zum Beispiel dank Live-Bildern, wie ihm die Sonnenbrille aus der Werbung steht. Oder es startet automatisch ein bestimmtes Video, sobald ein Kunde direkt vor dem Bildschirm steht. Bestimmte Software verfolgt sogar die Bewegungen des Betrachters und gibt ihm so ein wenig Kontrolle über die angezeigten Inhalte. Auf diese Weise kann er – auch durch ein Schaufenster hindurch – bestimmte Informationen abrufen oder ein Spiel spielen.

Auf dem POS connect Fachkongress widmen sich die Digital Signage-Experten Conrad Wrobel, Leiter der Fachgruppe Connected Commerce beim BVDW, und Michael Paterka, Geschäftsführer der Alphadisplay GmbH, dem Thema. Sie zeigen auf, wie Digital Signage in Zukunft den Handel verändern wird, wie vielfältig es eingesetzt werden kann und diskutieren die Vor- und Nachteile bestimmter Lösungen.

Der POS connect Fachkongress findet am 12. März im Kongresszentrum der Messe München statt. Das vollständige Programm finden Sie hier.

Tickets zum Fachkongress erhalten Sie hier.

Parallel zum Fachkongress findet die POS connect Messe als Teil der INTERNET WORLD EXPO statt. Dort präsentieren zahlreiche Aussteller ihre Lösungen zur Digitalisierung am Point of Sale.

2019-02-21T15:12:30+00:00