Erster Store in San Francisco: Zippin fordert Amazon Go heraus

Bisher gibt es Amazon Go nur in Seattle, doch schon bald soll ein zweiter Laden in San Francisco öffnen. Das Start-up Zippin kam dem nun zuvor. Damit ist Amazon in den USA nicht mehr ohne Konkurrenz auf dem Markt für kassenlose Supermärkte.

Am 20. August öffnete der Demo-Store von Zippin in San Francisco. Kunden finden darin aktuell eine kleine Auswahl an Snacks und Getränken, die sie mitnehmen können, ohne an einer Kasse bezahlen zu müssen. Das sei allerdings nur ein erster Schritt, so das Start-up. Mitte September soll ein knapp 50 Quadratmeter großer Laden das „Grab-and-Go“-Konzept von Zippin ausbauen. Damit kommt das Unternehmen Amazon zuvor, das Medienberichten zufolge ebenfalls einen kassenlosen Laden in San Francisco aufbauen möchte.

Die von Zippin verwendete Technologie umfasst unter anderem eine selbst entwickelte Software sowie eine Kombination aus Kameras und intelligenten Regalen. Auf Verbraucherseite ist eine Smartphone-App Basis der Technologie. Mit ihr erhalten die User Zutritt zum Laden. Diese bietet das Start-up jedem interessierten Händler zur Verwendung an, der Demo-Store und der noch nicht geöffnete Laden dienen hierfür als Werbung. Laut Zippin-Gründer Krishna Motukuri liegen die Kosten für die Umrüstung eines kleinen Convenience Store zwischen 20.000 und 25.000 US-Dollar. Damit könnte sein Unternehmen die Verbreitung von kassenlosen Läden in den USA deutlich beschleunigen.

Amazon Go ist nicht mehr alleine

Der Start von Amazon Go hat im stationären Handel einiges in Bewegung gesetzt. Denn Zippin ist bei weitem nicht der einzige Technologie-Anbieter, der in den USA an kassenlosen Lösungen arbeitet. So arbeiten mehrere Start-ups ebenfalls an ähnlichen Technologien, zum Beispiel AiFi, Aipology oder Standard Cognition. Interessanterweise sitzen sie alle ebenfalls in San Francisco.

International hat das israelische Start-up Trigo Vision erst vor kurzem 7 Millionen US-Dollar Kapital erhalten um seine Lösung weiterzuentwickeln. Und In Asien sind bekanntlich 7-Eleven und JD.com mit ähnlichen Konzepten aktiv. Und auch in Südkorea rüsten Händler um, allerdings zum Teil mit Unterstützung von Amazon.

2018-10-31T14:35:24+00:00