FamilyMart Japan: 200 Millionen für neue Technologien

Die japanische Handelskette FamilyMart Holdings will 25 Milliarden Yen (rund 200 Millionen Euro) in neue Technologien investieren. Der Fokus liegt auf arbeitssparenden Lösungen mit denen sich die Personalsituation entspannen lässt.

In Japan, dem Land mit der durchschnittlich ältesten Bevölkerung der Welt, wird der Mangel an Arbeitskräften immer spürbarer – besonders betroffen ist der Retail-Sektor. Die Regierung in Tokio hofft, mit Hilfe Automatisierungsmaßnahmen gegensteuern zu können und unterstützt Unternehmen deshalb bei deren Einführung. Wie auch einige seiner größten Konkurrenten hatte FamilyMart Tokio erst kürzlich zugesagt, bis spätestens 2025 RFID-Tags flächendeckend einzuführen. Diese sind notwendig, um einzelne Produkte im Laden zu überwachen und somit auch großen Personalaufwand anbieten zu können.

FamilyMart hat sich nun das Technologieunternehmen Panasonic als Partner gesucht. Gemeinsam führen sie Self-Check-out-Lösungen, digitale Displays und weitere Geräte ein, die traditionell vom Personal durchgeführte Abläufe automatisieren. Durch die Investition sollen auch die Lohnkosten der Franchisenehmer der Marke sinken, damit diese ihre Geschäfte weiter rund um die Uhr öffnen können.

Das Ende der 24-Stunden-Geschäfte?

Sowohl FamilyMart als auch sein größerer Wettbewerber 7-Eleven fühlen sich derzeit angesichts eines sich verschärfenden Arbeitsmarktes unter Druck gesetzt, ihre 24-Stunden-Geschäftspolitik aufzugeben. Für die japanischen Verbraucher wäre dies natürlich ein deutlicher Verlust an Komfort, der sie möglicherweise weiter in die Arme des E-Commerce treiben könnte.

2019-05-02T14:54:31+00:00