FamilyMart lässt Roboter einräumen

FamilyMart lässt Roboter einräumen

Die japanische Convenience-Store-Kette FamilyMart beginnt in diesem Monat mit dem Test von Robotern, die dort Sandwiches, Drinks und Fertiggerichte in die Regale stellen. Bei Erfolg sollen sie bis 2022 in 20 Filialen rund um Tokio zum Einsatz kommen.

Das Model-T (rechts) lässt sich auch aus der Ferne steuern (Bild: Telexistence)

FamilyMart nutzt aktuell das Model-T von Telexistence, eine halbautonome ferngesteuerte Maschine, die speziell für den Handel konzipiert wurden. Ihre hochflexible Hardware lässt sich kostengünstig produzieren und eignet sich dank einer Roboterhand für komplexere Arbeitsschritte. Diese verfügt dabei sowohl über eine Ansaugvorrichtung als auch über die Option, mit zwei Fingern zuzugreifen. Da der Roboter kaum Platz beansprucht, kann er auf kleinem Raum und ohne größere Veränderungen des Ladendesigns arbeiten.

Beim Design des Roboters hat Telexistence bewusst von allzu menschlichen Zügen Abstand genommen, nachdem diese bei Testern für Befremden sorgten. Nun wurde ein Känguru als loses Vorbild gewählt – auch wenn die Gestaltung des Kopfes eher an eine Katze erinnert. Der Model-T agiert derzeit rein ferngesteuert, wobei eine sehr niedrige Latenz von 50 Millisekunden die technisch bedingten Verzögerungen bei der Übertragung des Signals kompensiert. Über eine Virtual Reality-Brille sind die die Maschine kontrollierenden Mitarbeiter dabei live mit vor Ort. Der große Vorteil des Systems: Die Angestellten müssen nicht selbst im Laden präsent sein und können beispielsweise von zu Hause aus arbeiten.

In naher Zukunft will Telexistence die Einführung von Model-T in anderen Einzelhandelssegmenten wie Supermärkten im In- und Ausland forcieren – parallel zum Einsatz in mehreren Convenience-Stores.

2020-08-13T14:11:10+00:00