Japan will alle Gemischtwarenläden automatisieren

Mit über 50.000 Filialen sind kleine Supermärkte ein fester Bestandteil der Handelslandschaft im Land der aufgehenden Sonne. Die Regierung will nun die dort „konbini“ genannten Geschäfte bis 2025 automatisieren.

Was die Themen der Digitalisierung betrifft ist die japanische Obrigkeit äußerst aktiv, auch im Bereich des Handels. So unterstützt sie massiv den bargeldlosen Zahlungsverkehr im Land. Das Ziel: Bis 2025 sollen 40 Prozent aller Transaktionen digital abgewickelt werden. Zu diesem Zweck gewährt Tokio sogar Rabatte auf bargeldlose Einkäufe.

Ein anderes Ziel der Regierung ist es, bis 2025 alle 50.000 Gemischtwarenläden zu automatisieren. Hierzu fordert das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) den Einsatz der RFID-Technologie (Radio-Frequenz-Identifikation). Die fünf größten konbini-Betreiber Seven-Eleven Japan, FamilyMart, Lawson, Ministop und New Days haben dem Ministerium nun zugesagt, die Einführung von RFID-Tags bis 2025 abzuschließen. Diese sind notwendig, um einzelne Produkte im Laden zu überwachen und somit eine Voraussetzung für eine komplette Automatisierung.

Lösung für Personalmangel

Die Regierung steht unter großem Druck, Automatisierungs- und Roboterlösungen flächendeckend einzuführen. Denn im Land mit der durchschnittlich ältesten Bevölkerung der Welt wird der Mangel an Arbeitskräften immer spürbarer. Tokio hofft, dies mit Hilfe neuer Technologie ausgleichen zu können.

2019-03-21T13:12:50+00:00