Lush verzichtet im Laden auf Sprache

Es gibt keine Sprachbarriere, wenn es keine Sprache gibt – unter diesem Credo hat der Kosmetikhersteller Lush seinen Flagship-Store in Tokio umgestaltet. Anstatt geschriebenen Worten kommt Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz.

Durch den Einsatz von KI-Technologie hilft der britische Kosmetikhändler seinen Kunden, ihr Einkaufserlebnis ohne Worte zu genießen. Hierzu werden digitale Funktionen eingesetzt – wie etwa interaktive Wände und eine applikationsgesteuerte Beleuchtung, die dabei hilft, Produkte zu finden und auszuwählen. Damit erweitert Lush das Einkaufserlebnis in seinem erst kürzlich eröffneten Flagship-Store im Tokioer Stadtteil Shinjuku.

Dort kommt auch die neueste Version der Lush Labs-App zum Einsatz, mit der die User Waren einscannen und damit Produktinformationen abrufen können – die durchaus immer noch notwendigen Texte werden hier also einfach aufs Smartphone ausgelagert. Natürlich lässt sich die App auch zu Hause und unterwegs nutzen. Am digitalen Schaufenster des Geschäfts darf man darüber zudem kuratierte Kollektionen durchstöbern und kaufen.

Nachhaltigkeit als Markenkern

Beim Scan greift Lush auf Google Lens-Technologie zurück, weshalb statt Barcodes die eigentlichen Produkte erkannt werden. Dadurch lassen sich die Waren nicht nur modern, sondern häufig sogar komplett unverpackt präsentieren, wodurch weniger Müll anfällt. Zudem soll die Darstellung von Artikeln per Video den Wasserverbrauch reduzieren.

Lush hat den Nachhaltigkeits-Ansatz zu seinem Markenkern erhoben und entsprechend am 20. September, also dem Tag des weltweiten Klima-Streiks, seine US-Filialen und sogar den Onlineshop geschlossen. Lush-CEO Mark Wolverton kommentierte die Aktion in einem Blog-Post mit den Worten: „Als Unternehmen mit tiefen Wurzeln im Bereich des Umweltschutzes ist es nur logisch, dass wir unseren Tausenden Mitarbeitern die Zeit geben, sich zu engagieren und mutiges Handeln zu fordern. Wir alle teilen diesen Planeten, also müssen wir uns zusammenschließen, um Alarm zu schlagen und unseren Politikern zu zeigen, dass ‚business as usual‘ keine Option mehr ist. Die Klimakrise wird nicht warten, und wir auch nicht.“

2019-09-26T14:00:20+00:00