Marks & Spencer passt sich an

Marks & Spencer passt sich an

Mit seiner „Never the Same Again“-Agenda will der britische Einzelhändler Marks & Spencer die Verwerfungen durch Covid-19 überstehen. Im Rahmen der radikalen Transformation werden unter anderem das Management verschlankt, die Scan&Go-Optionen erweitert und das Filialsystem umgebaut.

Die neue Marks & Spencer-Filiale in Nottingham (Bild: Marks & Spencer)

So lässt sich nun in 310 britischen Filialen Mobile Pay Go mit der App des Unternehmens nutzen, wodurch Scan&Go landesweit verfügbar wird. Zuvor wurde die Technologie, mit der Kunden das Geschäft ohne Kassenbesuch mit der gewünschten Ware wieder verlassen können, nur in hundert Läden im Großraum London angeboten. Nach Unternehmensangaben konnten dennoch seit März über 10.000 neue regelmäßige Nutzer gewonnen werden. Weitere Interessenten sollen überzeugte Kunden werben: Wer einen Freund zur Anmeldung überredet, erhält ebenso wie dieser ein Pfund Rabatt auf den nächsten Einkauf mit Mobile Pay Go.

Neue Funken schlagen

Mit Mobile Pay Go ist auch das neu gestartete digitale Treueprogramm Sparks verknüpft, so dass die dort gebotenen Prämien und Angebote bei der Abrechnung gleich mit berücksichtigt werden. Beim Anfang Juli erfolgten Relaunch von Sparks wurden viele Dinge über Bord geworfen, die von dessen sieben Millionen Mitgliedern als zu kompliziert empfunden wurden. So gibt es nun keine zu sammelnden Punkte mehr, stattdessen wird auf Instant-Belohnungen gesetzt. Marks & Spencer möchte so garantieren, dass den Kunden bei jedem Einkauf „gute Dinge“ passieren. Im Rahmen eines Digital First-Ansatzes können Kunden zudem nun mehr Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen und maßgeschneiderte persönliche Angebote erhalten.

Sortiment bald lieferbar

Derweil finden 750 neue Produkte den Weg ins M&S Food-Sortiment. Dabei orientierte sich das Unternehmen an 4.000 von Waitrose offerierten Waren, um neue beliebte Produkte zu kreieren und mögliche Lücken zu finden. Infolgedessen konzentrieren sich die neuen Artikel auf größere Familienpackungsgrößen, ein größeres Angebot an Lebensmitteln und Haushaltsreinigungsprodukten sowie eine größere Auswahl an Bio-Produkten. Ab dem 1. September lassen sich die nunmehr über 6.000 M&S Food-Artikel über den Ocado-Service erstmals alle auch nach Hause liefern.

Filialumstrukturierung

Für viele alte Filialen ist derweil das Aus gekommen, insgesamt 54 von ihnen wurden in der vergangenen Zeit geschlossen. Bei seiner jüngsten Neueröffnung in Nottingham Giltbrook handelt es sich um die zweite große Clothing & Home-Filiale, in der Kleidungs- und Lebensmittelgeschäft vereint sind. Natürlich ist dort Mobile Pay Go verfügbar. Zudem wird weitere digitale Technologie eingesetzt, um beispielsweise ein Kunden-Wifi zu betreiben und über Neuigkeiten im Geschäft bzw. Aktivitäten in der umliegenden Gemeinde zu informieren. Neben der Foodhall befindet sich im Erdgeschoss ein Click & Collect-Schalter. Giltbrook ist zudem das erste M&S Clothing-Geschäft, das mit einer Facebook-Seite eröffnet wurde – das „Sneak Peek“-Video des Teams sahen vor der Eröffnung bereits 20.000 Kunden.

2020-08-06T13:18:15+00:00