Nike investiert in Datenanalyse für den Direktvertrieb

Mit dem Kauf des Predictive Analytics-Unternehmens Celect will Nike seine Direct-to-Consumer (DTC)-Strategie ausbauen. Die Cloud-basierte Plattform des Unternehmens liefert Daten für die Optimierung von Beständen mit hyperlokalen Nachfrageprognosen.

Die Integration der Technologie von Celect in die mobilen Apps und die Website von Nike ermöglicht es dem Hersteller von Sportbekleidung seinen Warenbestand über alle Kanäle hinweg zu optimieren.  Die Lösung soll dabei sicherstellen, dass Kunden das finden und kaufen können, was sie am meisten interessiert. Durch seine DTC-Verkäufe erhält Nike direktere Einblicke in die Verbrauchernachfrage als bei Bestellungen von Einzelhandelsketten wie Foot Locker. Somit kann der Konzern schneller auf neue Trends und aktuelle Entwicklungen reagieren.

Der Direktvertrieb wird für Nike immer wichtiger: So stieg der DTC-Umsatz im Geschäftsjahr 2019  währungsbereinigt um zwölf Prozent auf 11,8 Milliarden US-Dollar. Damit machten DTC-Verkäufe 32 Prozent des gesamten Markenumsatzes aus. Der digitale Teil von Nikes Direktvertrieb wuchs dabei im Berichtszeitraum um 35 Prozent.

Investitionen von Nike

Anstatt wie in der Vergangenheit neue Marken zu erwerben, konzentriert sich Nike immer mehr auf die Übernahme von Technologie-Anbietern. So erwarb das Unternehmen im März 2018 mit Zodiac einen Anbieter von Lösungen zur Analyse von Konsumentendaten, um die eigene digitale Transformation zu beschleunigen. Einen Monat später war das Computer-Vision-Unternehmen Invertex an der Reihe, mit dem Nike seine Fähigkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz stärkte. Nike vertraut bei der kürzlich eingeführten mobilen App Nike Fit auf dessen Technologie, mit der Kunden einfacher die richtigen Schuhgrößen finden sollen. Die App scannt den Fuß eines Kunden mittels Smartphone-Kamera und gleicht ein digitalisiertes 3D-Bild des Körperteils mit Schuhdesigns ab.

2019-08-08T14:54:38+00:00