Sainsbury’s testet „Scan and Go“ in London

Auch die britische Supermarktkette Sainsbury’s macht sich wie viele andere Händler auch Gedanken über neue Technologien, die das Einkaufen erleichtern könnten. Nun testet das Unternehmen in London ein „Scan and Go“-Konzept.

Das Ziel von „Scan and Go“ ist es, den Check-Out deutlich zu verkürzen oder ihn ganz aus dem Einkaufsprozess zu entfernen. Hierfür nutzen die Verbraucher eine App auf ihrem Smartphone – manchmal gibt es auch Handscanner – um die Waren in ihrem Einkaufswagen selbst zu scannen. Anschließend bezahlen sie dann per App  oder an einer extra dafür eingerichteten Self-Checkout-Kasse.

Sainsbury’s SmartShop App

Die britische Supermarktkette Sainsbury’s arbeitet schon länger an diesem Konzept. Zentral hierfür ist die Sainsbury’s SmartShop App. Mit ihr können die Kunden in landesweit 68 Märkten Waren selbst scannen und an Self-Checkouts bezahlen. Wie das Unternehmen mitteilt, werden inzwischen über 100.000 Transaktionen mit der App durchgeführt. Jede Woche sollen 3.000 bis 4.000 neue User hinzukommen. Die App wurde In-House entwickelt.

In dem neuen Testmarkt an der Clapham North Station in Süd-London wird nun erstmals eine neue Funktion getestet: Die Bezahlung in der App via Apple Pay. Clodagh Moriarty, Chief Digital Officer der Sainsbury’s Group, sagt über die Neuerungen: „Technologie und veränderte Einkaufsgewohnheiten der Kunden haben die Art und Weise, wie die Menschen ihre Lebensmittel erwerben, verändert. Unsere Teams arbeiten ständig daran, unseren Kunden neue, bequeme Shoppingerlebnisse zu offerieren. Und wir freuen uns, als erster Lebensmitteleinzelhändler in Großbritannien unseren Kunden die Möglichkeit zu bieten, ohne Check-Out einzukaufen.“

Mit dem Test will Sainsbury’s herausfinden, wie die Kunden auf die Technologie reagieren. Denn ob sich alle Kunden diese Art des Einkaufes wünschen wird in der Konzernzentrale angezweifelt. Daher verfügt der Laden in Clapham auch noch weiterhin über Self-Checkouts und normale Kassen.

Zweifel am Erfolg

Diese Sicht unterstützt auch eine Umfrage von Paysafe unter 5.000 Verbrauchern in den USA, Großbritannien, Kanada, Deutschland und Österreich. Dabei gaben 56 Prozent der Befragten an, dass sie das Konzept eines kassenlosen Ladens als „zu riskant“ betrachten, um es zu benutzen. Sie würden definitiv mehr Informationen benötigen, um sich für die Nutzung zu entscheiden. Nur elf Prozent der Befragten gaben an, definitiv in einem solchen Laden einkaufen zu wollen.

2018-10-31T14:35:27+00:00