Swiftly bringt Abomodelle und Scan&Go in den Handel

Swiftly bringt Abomodelle und Scan&Go in den Handel

Obwohl kleinere Händler in den USA oft eine gewisse Vorstellung haben, wohin sich ihre stationären Geschäfte künftig entwickeln müssen, können sie bei den notwendigen technischen Investitionen häufig nicht mit Größen wie Amazon oder Walmart mithalten. Das Start-Up Swiftly greift ihnen nun mit einem eigenen „Betriebssystem“ unter die Arme, das kaum Anpassungen an die Hardware erfordert.

Zion Markets bewirbt seine Version der Swiftly-App mit dem Slogan „Be a Zion Insider!“

Kunden verbinden sich mit ihm via App, um Features wie die Scan-Funktion zu nutzen. Mit dieser können sie die aus dem Regal mitgenommenen Produkte per Smartphone selbst erfassen. Anschließend müssen sie nur noch zu einem speziellen Checkout-Punkt gehen, um ihren Einkauf abzuschließen. Die Technologie funktioniert dabei komplett ohne WiFi-Netz und soll auch problemlos mit schwachem Mobilfunkempfang klarkommen.

Loyalty-Programme und personalisierte Deals

Die als White-Label-Lösung konzipierte App bietet aber auch noch andere Vorteile, die sonst eher im E-Commerce beheimatet sind. So ist ein Abomodell für häufig gekaufte Produkte ebenso möglich wie digitale Loyalty-Programme oder speziell personalisierte Offerten. Zusätzlich lassen sich Einkaufslisten anlegen und der Standort der nächsten Filiale finden. Im Hintergrund erhalten die Händler zudem einen besseren Einblick in die Gewohnheiten und Vorlieben ihrer Kunden. Der COO des Lebensmittelhändlers Zion Market, der das System schon etwas länger in seinen Märkten in Kalifornien und Georgia testet, zeigt sich in einem Statement hoch zufrieden. Die durchschnittliche Warenkorbgröße habe sich bei Nutzern der App um 50 Prozent erhöht, zudem würden sie 40 Prozent häufiger die Geschäfte aufsuchen.

Gut finanziert

Swiftly wurde erst vor einem Jahr von früheren Mitarbeitern des E-Commerce-Systems Symphony Commerce gegründet. Dabei zog das Unternehmen schnell von Palo Alto nach Seattle um, da dort die besten Technologieexperten für den Commerce-Bereich zu finden seien. Mit ihrem Produkt überzeugte die Firma inzwischen auch einige Investoren, die in einer ersten Finanzierungsrunde 15,6 Millionen Dollar zur Verfügung stellten. Swiftly will „sehr bald“ in den ganzen USA aktiv werden.

2019-09-12T10:51:37+00:00