Wie Eigenmarken den chinesischen Markt erobern können

Kroger gilt als größte Lebensmittel-Supermarkt-Kette und drittgrößter Einzelhändler in den USA. Seit kurzem verkauft das Unternehmen seine Eigenmarken über die Plattform Tmall – und erschließt sich so den chinesischen Markt.

Der zur Alibaba Group gehörende Online-Marktplatz Tmall ist die größte Verbraucherplattform Chinas. Das macht ihn besonders attraktiv für Marken. So hat beispielsweise H&M bereits einige seiner Marken dort platziert, unter anderem Monki und H&M Home. Aber auch für Händler ist die Plattform interessant, so sind zum Beispiel Aldi und Rossmann bereits mit ihren Bekleidungsmarken vertreten.

Dass Tmall nicht nur für Mode geeignet ist, sondern auch für Lebensmittel, will nun Kroger unter Beweis stellen. Daher bringt der Einzelhändler seine Bio-Marke Simple Truth auf die Plattform. Seit ihrem Start vor fünf Jahren ist Simple Truth zur zweitgrößten Marke bei Kroger geworden und macht einen jährlichen Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar, so das Unternehmen.

Tmall als Sprungbrett

Tmall ist nicht nur wegen seiner Reichweite für Marken interessant. Über die Plattform zu verkaufen ist nicht schwerer als über den Amazon Marketplace, schreibt Chris Walton für Forbes. Auch komme damit kaum Mehraufwand auf einen Händler zu. Dadurch eignet sich die Plattform ebenfalls um herauszufinden, wie Produkte oder Marken bei den chinesischen Verbrauchern ankommen. Mit den so gesammelten Erfahrungen kann dann nicht nur der chinesische Markt besser bearbeitet werden, auch der Einstieg in anderen Länder fällt so leichter. Und wenn es eben nicht funktioniert und die Produkte nicht gekauft werden, habe man keine großen Verluste zu beklagen, so Walton weiter.

2018-10-31T14:35:16+00:00