Zara macht Stores zu Logistikzentren für Same-Day-Delivery

Der spanische Modehändler Zara stellt seine stationären Läden in den Mittelpunkt seiner Versandprozesse. So soll in allen Städten, in denen Zara über eigene Geschäfte verfügt, Lieferungen am Tag der Bestellung möglich werden.

Durch den Schritt, die Logistik auf den Shops aufzubauen, will Zara Kundenbestellungen zukünftig schneller und serviceorientierter abwickeln können. Und im Online-Bereich sollen auf diese Weise Out-of-Stock-Situationen vermieden werden. Hierzu kann der Onlineshop künftig auf die Bestände eines dem Kunden nahen Geschäfts zugreifen, sollte das gewünschte Produkt nicht mehr im Zara-Warenlager verfügbar sein.

RFID hilft bei der Umsetzung

Hierfür müssen nicht nur die Logistikprozesse schnell und flexibel sein, auch das Inventar der einzelnen Läden muss genau und zentral erfasst sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Informationen über den Lagerbestand eines gewünschten Produktes nicht richtig sind. Dann wäre die im Onlineshop angebotene Lieferung am gleichen Tag nicht möglich. Oder aber die Informationen sind richtig, jedoch haben die Angestellten Probleme, die Ware im Laden schnell zu finden und zu verschicken. Um solche Probleme zu lösen, setzt Zara auf RFID-Tags. Diese sind an allen Produkten angebracht und ermöglichen so eine einfache und schnelle Erfassung aller Waren.

Inzwischen betreibt Zara rund 2.000 stationäre Geschäfte und ist in 48 Ländern aktiv. Laut Unternehmensangaben ist die volle Integration von Geschäften und E-Commerce bereits in 20 Märkten abgeschlossen. Ende des Jahres will das Unternehmen in all seinen Märkten mit der Umstellung fertig sein.

2018-10-31T14:35:34+00:00